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Feldbluse M40 des Heeres mit feldgrauem Kragen, einreihigem Fünfknopfverschluss und vier gefalteten Taschen mit geschweiften Klappen. Als Weiterentwicklung der M36 behielt sie deren traditionellen Schnitt bei und führte zugleich die ersten kriegsbedingten Vereinfachungen ein.

Die Feldbluse M40 stellt eine der wichtigsten Entwicklungsstufen der Felduniform des Heeres während des Zweiten Weltkriegs dar. Sie entstand unmittelbar aus der vorhergehenden Feldbluse M36 und übernahm deren körpernahen Schnitt, die Anordnung der Taschen sowie einen Großteil der äußeren Konstruktion. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal war der neue feldgraue Kragen, der den dunkelgrünen Kontrastkragen der früheren Ausführung ersetzte.
Diese zunächst gering erscheinende Veränderung war Teil der ersten Maßnahmen zur Vereinfachung der Fertigung. Durch den Verzicht auf einen Kragen aus abweichendem dunkelgrünem Stoff konnten Materialbeschaffung und Herstellung vereinheitlicht werden. Die M40 bildet damit den Übergang zwischen den vergleichsweise aufwendig gefertigten Vorkriegsuniformen und den zunehmend vereinfachten Feldblusen der späteren Kriegsjahre.
Die Jacke besaß einen kurzen, einreihigen und leicht taillierten Schnitt, der auf das Tragen mit Koppel und persönlicher Feldausrüstung abgestimmt war. Geschlossen wurde sie mit fünf sichtbaren, gekörnten Metallknöpfen, die gewöhnlich feldgrau lackiert waren. Der Stehfallkragen konnte mit Haken und Öse vollständig geschlossen oder im Feldeinsatz leicht geöffnet getragen werden.
Auf der Vorderseite befanden sich vier aufgesetzte Außentaschen: zwei Brusttaschen und zwei größere Schoßtaschen. Alle Taschen verfügten über eine charakteristische Mittelfalte, durch die sich ihr Fassungsvermögen vergrößern ließ. Die geschweiften beziehungsweise spitz zulaufenden Klappen wurden jeweils mit einem Knopf verschlossen und verliehen der Feldbluse ihr typisches frühes Erscheinungsbild.
Diese aufwendige Taschengestaltung wurde bei späteren Ausführungen schrittweise vereinfacht. Die M40 behielt jedoch noch zahlreiche Merkmale der M36 bei und unterscheidet sich deshalb äußerlich vor allem durch den feldgrauen Kragen und die meist ebenfalls feldgrau ausgeführten Schulterklappen.
Die Ärmelabschlüsse ließen sich durch verdeckte Knöpfe regulieren. Auf der Rückseite befand sich ein mittiger Gehschlitz, der die Bewegungsfreiheit beim Marschieren, Sitzen und Arbeiten verbesserte. An den Schultern waren Schlaufen und Knöpfe zur Befestigung der abnehmbaren Schulterklappen angebracht.
Eine wichtige, von außen kaum sichtbare Besonderheit war das innere Tragesystem für das Koppel. Metallene Koppelhaken wurden durch verstärkte Öffnungen im Taillenbereich geführt und stützten das mit Ausrüstung belastete Koppel ab. Dadurch wurde das Gewicht von Patronentaschen, Feldflasche, Brotbeutel und weiteren Ausrüstungsstücken besser verteilt.
Im Inneren befanden sich die Fütterung, Größen- und Abnahmestempel sowie eine kleine Tasche für das Verbandpäckchen. Originale Feldblusen können deutliche Unterschiede bei Stofffarbe, Futter, Nähten und Verarbeitung zeigen. Diese Abweichungen entstanden durch die große Zahl der beauftragten Hersteller, unterschiedliche Produktionszeiträume und die im Verlauf des Krieges wechselnde Verfügbarkeit von Rohstoffen.
Zur üblichen Abzeichenausstattung gehörte das Hoheitszeichen des Heeres oberhalb der rechten Brusttasche. Am Kragen wurden die charakteristischen Litzen getragen, während die Schulterklappen den Dienstgrad und über die jeweilige Waffenfarbe auch die Truppengattung erkennen ließen. Zahlen, Buchstaben oder Aufschiebeschlaufen konnten zusätzliche Hinweise auf Einheit oder Verwendung geben.
Art und Anbringung der Abzeichen waren nicht bei jeder Feldbluse vollkommen gleich. Ältere Abzeichenbestände wurden weiterhin aufgetragen, beschädigte Teile ersetzt und bereits ausgegebene Uniformen an neue Vorschriften angepasst. Dadurch sind historisch zahlreiche Übergangs- und Mischformen belegt.
Die Einführung der Feldbluse M40 bedeutete nicht, dass ältere M36-Feldblusen sofort aus dem Dienst verschwanden. Beide Ausführungen wurden über längere Zeit nebeneinander getragen. Auch nach dem Erscheinen späterer Feldblusen blieb die M40 im Einsatz, solange der Zustand des Kleidungsstücks dies zuließ.
Bei den folgenden Modellen wurde die Fertigung weiter rationalisiert. Zu den sichtbaren Veränderungen gehörten ein sechster Frontknopf, der Wegfall der Taschenfalten und zunehmend einfacher geformte Taschenklappen. Die M40 bewahrte dagegen noch weitgehend die traditionelle Silhouette der Vorkriegszeit und zeigt zugleich die ersten deutlich erkennbaren Auswirkungen der Kriegswirtschaft.
Historische Besonderheit: Die Bezeichnung „M40“ wurde normalerweise nicht als Modellname in die Feldbluse gestempelt. Die inneren Kennzeichnungen enthielten vor allem Körpermaße, Herstellerangaben, Bekleidungsamt und Abnahmejahr. Die heutige Einordnung als M36, M40 oder spätere Ausführung erfolgt daher hauptsächlich anhand konstruktiver Merkmale. Eine im Jahr 1941 abgenommene Feldbluse kann somit dennoch dem heute als M40 bezeichneten Schnitt entsprechen.
| Material | Obermaterial: 70 % Wolle, 30 % Viskose Futter: 100 % Baumwolle |