Neu Feldbluse M44 Erbsenmuster Erweitern

Feldbluse M44 Erbsenmuster

Neu

Feldbluse M44 im Erbsenmuster der Waffen-SS mit charakteristischem fünffarbigem Punkt-Tarnmuster, Fünfknopfverschluss und vier ungefalteten aufgesetzten Taschen mit geraden Klappen. Die 1944 eingeführte Ausführung gehörte zu einer vollständigen Tarnuniform und konnte allein oder über der normalen Felduniformgetragen werden.

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Die Feldbluse M44 Erbsenmuster stellt eine der bedeutendsten Entwicklungen der Tarnbekleidung der Waffen-SS während der letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs dar. Mit ihrer Einführung im Jahr 1944 veränderte sich die bisherige Konzeption persönlicher Tarnbekleidung grundlegend.

Frühere Tarnbekleidungsstücke bestanden überwiegend aus Tarnschlupfjacken und Überziehbekleidung, die über der eigentlichen Uniform getragen wurden. Mit dem Erbsenmuster entstand dagegen ein vollständiger Tarnanzug aus Feldbluse und Hose, der selbst als reguläre Kampf- beziehungsweise Feldbekleidung verwendet werden konnte.

Das Tarnmuster ist heute unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, darunter Erbsenmuster, Erbsentarn, Punktmuster 44, Dot 44 und Pea Dot.

Seinen Namen verdankt das Erbsenmuster den zahlreichen kleinen, annähernd runden Flecken, die über die gesamte Oberfläche verteilt sind.

Das Muster kombinierte ungefähr fünf unterschiedliche Farbtöne. Helle Grundfarben wurden mit verschiedenen Grün-, Braun- und sehr dunklen Farbbereichen überlagert.

Im Gegensatz zu den großen geometrischen Formen anderer Tarnmuster bestand das Erbsenmuster aus unzähligen kleinen Punkten und unregelmäßigen Flecken. Dadurch entstand eine stark aufgelöste Oberfläche.

Aus unmittelbarer Nähe erscheint das Muster ausgesprochen komplex. Mit zunehmender Entfernung verschmelzen die einzelnen Punkte optisch stärker miteinander und erzeugen größere unregelmäßige Farbflächen, welche die Körperkonturen des Soldaten schwerer erkennbar machen.

Ein besonders wichtiger Aspekt war die jahreszeitübergreifende Konzeption. Frühere Tarnschlupfjacken der Waffen-SS waren häufig wendbar und verfügten über unterschiedlich gefärbte Seiten für verschiedene Vegetationsperioden.

Beim Erbsenmuster wurde dagegen versucht, Frühlings-, Sommer- und Herbstfarben gleichzeitig in einem einzigen Tarnbild zu kombinieren. Eine Wendekonstruktion war deshalb nicht erforderlich.

Die Feldbluse selbst orientierte sich konstruktiv stärker an einer regulären Feldbluse als an den früheren Tarnschlupfjacken.

Die Vorderseite wurde durch fünf Knöpfe geschlossen. Der Umlegekragen konnte bei Bedarf mit einem kleinen Haken am Hals geschlossen werden.

Vier große aufgesetzte Taschen befanden sich auf der Vorderseite, jeweils zwei auf Brust- und Hüfthöhe.

Im Gegensatz zu den aufwendigeren frühen Feldblusen besaßen diese Taschen keine Mittelfalten. Die Taschenklappen waren gerade und einfach gestaltet, was der allgemeinen Vereinfachung der Uniformfertigung während der späten Kriegsjahre entsprach.

Die Ärmel verfügten über knöpfbare Öffnungen an den Abschlüssen, wodurch sich die Weite am Handgelenk regulieren ließ.

Das Innere war verhältnismäßig schlicht gehalten, enthielt jedoch Verstärkungen an besonders belasteten Stellen.

An den Seiten befand sich das traditionelle System zur Unterstützung des Koppels. Innere Stoffstreifen mit mehreren gestickten Ösen für Koppelhaken ermöglichten die Anpassung an die Körpergröße und die Position des getragenen Koppels.

Auf diese Weise konnte ein Teil des Gewichtes der persönlichen Ausrüstung über die Feldbluse abgestützt werden.

Im unteren Innenbereich befand sich außerdem die traditionelle Tasche für das persönliche Verbandpäckchen.

Die Erbsenmuster-Feldbluse konnte allein über Hemd oder Unterbekleidung getragen werden. Bei kälterem Wetter war es ebenso möglich, sie über der normalen Wolluniform zu verwenden.

Dadurch war sie wesentlich vielseitiger als eine reine Sommeruniform und konnte gleichzeitig als Tarnschicht über anderer Bekleidung dienen.

Bei den historischen Uniformen wurden unterschiedliche Gewebearten verarbeitet. Besonders häufig findet sich Drillich beziehungsweise Fischgratgewebe, daneben sind jedoch auch andere Baumwoll-, Leinen- und Mischgewebe bekannt.

Die unterschiedlichen Materialien und Druckverfahren führten zu zahlreichen Farbvariationen. Selbst originale Feldblusen aus ähnlichen Produktionszeiträumen können deshalb deutlich voneinander abweichende Grün-, Braun- und Grundtöne zeigen.

Die zunehmende Rohstoffknappheit während der letzten Kriegsjahre verstärkte diese Unterschiede zusätzlich. Die Produktion musste vorhandene Materialien möglichst vollständig ausnutzen, wodurch eine absolute Einheitlichkeit weder beim Stoff noch bei der Druckqualität erreicht wurde.

Auch die Abzeichenausstattung war bewusst reduziert. Besonders charakteristisch war der Ärmeladler der Waffen-SS auf dem linken Oberarm.

Kragenspiegel, Schulterklappen und weitere traditionelle Uniformabzeichen gehörten dagegen nicht grundsätzlich zur vorgesehenen Standardausstattung dieser Tarnfeldbluse.

Die tatsächliche Verwendung wich jedoch häufig von den theoretischen Vorschriften ab. Historische Fotografien und erhaltene Stücke dokumentieren Schulterklappen, Kragenspiegel, Ärmelstreifen und andere nachträglich angebrachte Effekten.

Auch individuelle Änderungen sind bekannt. Feldblusen wurden gekürzt, Taschen verändert oder mit Kragen älterer Uniformen versehen. Besonders Offiziere und Unterführer passten Tarnuniformen teilweise ihren persönlichen Anforderungen und ihrem Wunsch nach besser sichtbarer Rangkennzeichnung an.

Die Erbsenmuster-Uniform wurde während der späten Kriegsphase 1944-1945 auf verschiedenen Kriegsschauplätzen getragen und ist sowohl auf Aufnahmen von der West- als auch von der Ostfront dokumentiert.

Die Feldbluse M44 Erbsenmuster verkörpert damit einen grundlegenden Wandel: Tarnung war nicht länger nur ein Überzug über der eigentlichen Uniform, sondern wurde unmittelbar Bestandteil der regulären Feldbekleidung.

Historische Besonderheit: Besonders fortschrittlich war der Versuch, mit dem Erbsenmuster 44 eine echte Mehrjahreszeiten-Tarnung zu schaffen. Anstatt eine grüne Sommerseite und eine braune Herbstseite miteinander zu kombinieren, wurden verschiedene Grün-, Braun-, helle und dunkle Farbtöne gleichzeitig in einem einzigen Muster verteilt. Dadurch sollte die Uniform während eines möglichst großen Teils des Jahres einsetzbar bleiben. Das Prinzip einer nicht wendbaren, mehrfarbigen Tarnuniform für verschiedene Vegetationsperioden wurde nach dem Krieg bei zahlreichen Streitkräften zum Standard.

Technische Daten

MaterialObermaterial: 100 % Baumwolle Futter: 100 % Baumwolle

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