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Feldhose M40

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Feldhose M40 des Heeres mit charakteristischem hohem Bund, gerade geschnittenen Beinen, Knopfverschluss und Befestigungsknöpfen für Hosenträger. Die 1940 eingeführte feldgraue Ausführung ersetzte schrittweise die vorherige steingraue Feldhose und wurde zu einem typischen Bestandteil des deutschen Feldanzuges während des Zweiten Weltkriegs.

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Die Feldhose M40 wurde 1940 beim Heer im Zuge der zunehmenden Vereinheitlichung und Rationalisierung der Feldbekleidung eingeführt. Sie ist ein besonders interessantes Beispiel dafür, dass die Entwicklung deutscher Uniformen während des Zweiten Weltkriegs nicht immer mit einer vollständigen Neukonstruktion eines Kleidungsstückes verbunden war.

Der entscheidende Unterschied gegenüber der vorhergehenden Feldhose lag vor allem in der Farbe des Grundtuches. Die früheren Hosen waren in Steingrau gefertigt worden und bildeten dadurch einen deutlich sichtbaren Kontrast zur feldgrauen Feldbluse. Ab 1940 wurde die Herstellung steingrauen Uniformtuches für diesen Zweck schrittweise eingestellt und für die Hose ebenfalls feldgraues Tuch verwendet.

Dadurch konnten Feldbluse und Feldhose aus farblich ähnlichem Material gefertigt werden, was sowohl die Beschaffung als auch die Produktion vereinfachte. Der Schnitt der Hose blieb dagegen weitgehend traditionell und unterschied sich zunächst nur geringfügig von dem der vorherigen Ausführung.

Die Feldhose besaß einen hohen Bund, der auf der Rückseite deutlich höher geschnitten war als an der Vorderseite. Diese für die damalige Zeit typische Konstruktion sorgte dafür, dass die Hose auch bei starker Bewegung sicher unter der Feldbluse blieb und den unteren Rücken ausreichend bedeckte.

In der Mitte des rückwärtigen Bundes befand sich der charakteristische V-förmige Einschnitt. Zusätzlich war auf der Rückseite ein verstellbarer Riegel mit Schnalle angebracht, mit dem sich die Bundweite innerhalb eines begrenzten Bereiches anpassen ließ.

Zur eigentlichen Unterstützung der Hose dienten Hosenträger. Um den Bund herum befanden sich acht Knöpfe zur Befestigung der Hosenträger. Die Feldhose war damit nicht in erster Linie für das Tragen mit einem gewöhnlichen Hosengürtel ausgelegt, sondern folgte der damals verbreiteten militärischen und zivilen Trageweise mit Hosenträgern.

Der vordere Verschluss erfolgte über einen klassischen Knopfschlitz. Der obere Bereich war ausreichend weit geschnitten, um Bewegungsfreiheit zu gewährleisten und bei kalter Witterung das Tragen zusätzlicher Unterbekleidung zu ermöglichen.

An beiden Seiten befanden sich schräg eingesetzte Hüfttaschen, die gewöhnlich durch Knöpfe gesichert werden konnten. Rechts neben dem Hosenschlitz war außerdem eine kleine Uhrentasche eingearbeitet.

Oberhalb dieser Uhrentasche findet sich bei historischen Exemplaren häufig ein kleiner Metallring, an dem beispielsweise eine Uhrkette befestigt werden konnte. Auf der rechten Rückseite befand sich normalerweise eine einzelne, ebenfalls mit einem Knopf verschließbare Gesäßtasche.

Die Beine waren gerade und vergleichsweise weit geschnitten. Diese Form eignete sich besonders für das Tragen mit den hohen Marschstiefeln, da die unteren Hosenbeine in die Stiefelschäfte gesteckt werden konnten. Dadurch entstand die charakteristische Silhouette des frühen Feldanzuges des Heeres.

Die historische Feldhose wurde überwiegend aus feldgrauem Uniformtuch gefertigt. Für Taschenbeutel, Futter und innere Verstärkungen konnten unterschiedliche Stoffe verwendet werden. Farbe, Struktur und Qualität der verwendeten Materialien konnten je nach Hersteller und Herstellungszeitraum erheblich variieren.

Auch die Knöpfe waren nicht immer vollständig identisch. Neben verschiedenen Metallausführungen kamen während des Krieges zunehmend Knöpfe aus anderen verfügbaren Materialien zum Einsatz. Reparaturen und der Austausch beschädigter Teile führten dazu, dass erhaltene Originalstücke heute durchaus unterschiedliche Knopftypen an einer einzigen Hose aufweisen können.

Im Inneren dienstlich ausgegebener Stücke konnten Größenstempel, Herstellerkennzeichnungen und Abnahmemarkierungen der Bekleidungsämter angebracht sein. Mehrere Zahlen bezeichneten unterschiedliche Körper- und Kleidungsmaße und ermöglichten eine wesentlich genauere Zuordnung als eine einfache moderne Konfektionsgröße.

Die Feldhose M40 konnte mit verschiedenen Ausführungen der Feldbluse getragen werden. Neue Uniformmodelle ersetzten ältere Kleidungsstücke niemals schlagartig. Bereits ausgegebene und noch brauchbare Stücke blieben im Dienst und wurden weiterhin repariert und getragen.

Dies galt besonders für die früheren steingrauen Feldhosen. Trotz der Einführung der feldgrauen Ausführung im Jahr 1940 verfügten die Bekleidungsdepots noch über umfangreiche Altbestände. Entsprechend blieben steingraue Hosen auch in den folgenden Kriegsjahren sichtbar.

Mit der zunehmenden Einführung von Schnürschuhen und Gamaschen veränderten sich schließlich auch die Anforderungen an den Hosenschnitt. Spätere Feldhosen erhielten enger zulaufende Beinenden und zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten. Besonders deutlich wird diese Entwicklung bei der Feldhose M43, deren Silhouette sich erheblich vom traditionellen geraden Schnitt der M40 unterscheidet.

Historische Besonderheit: Die Einführung der feldgrauen M40 bedeutete keineswegs, dass alle steingrauen Hosen sofort verschwanden. Die vorhandenen Bestände wurden weiter ausgegeben und getragen. Ein Soldat konnte deshalb problemlos eine neuere Feldbluse zusammen mit einer deutlich älteren steingrauen Hose tragen. Solche Kombinationen sind auf zeitgenössischen Fotografien regelmäßig zu erkennen und zeigen, wie stark die tatsächliche Frontbekleidung von der idealisierten Darstellung in Uniformvorschriften abweichen konnte.

Ein weiteres interessantes Detail ist die kleine Uhrentasche mit Metallring. Sie stammt aus einer Zeit, in der die Taschenuhr noch fest zur männlichen Kleidung gehörte, und blieb selbst in der Felduniform einer zunehmend motorisierten und mechanisierten Armee erhalten.

Technische Daten

MaterialObermaterial: 70 % Wolle, 30 % Viskose Futter: 100 % Baumwolle

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