Neu Tropen-Stiefelhose M42 Erweitern

Tropen-Stiefelhose M42

Neu

Tropen-Stiefelhose M42 des Heeres mit charakteristischem verjüngtem Beinschnitt, integriertem Stoffgürtel und verstellbaren Beinriemen. Diese für warme Einsatzgebiete bestimmte Ausführung gehört zu den markantesten Varianten der deutschen Tropenbekleidung des Zweiten Weltkriegs.

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Die Tropen-Stiefelhose M42 gehört zu den interessantesten Weiterentwicklungen der Tropenbekleidung des Heeres während des Zweiten Weltkriegs. Ihre Konstruktion war auf den Einsatz in heißen Klimazonen abgestimmt, in denen die schweren Uniformhosen der mitteleuropäischen Feldbekleidung nur eingeschränkt geeignet waren.

Besonders bekannt wurde diese Art der Tropenbekleidung durch den Einsatz in Nordafrika. Ihre Verwendung war jedoch keineswegs ausschließlich auf das Deutsche Afrikakorps beschränkt. Tropenuniformen wurden später auch im Mittelmeerraum, in Italien, auf dem Balkan und in anderen südlichen Einsatzgebieten getragen.

Im Gegensatz zu den früheren langen Tropenhosen mit weitgehend geradem Bein besitzt die Stiefelhose einen deutlich stärker körpernah ausgeformten unteren Beinbereich.

Der obere Teil bot ausreichend Bewegungsfreiheit, während sich die Hosenbeine nach unten zunehmend verjüngten. Dieser keilförmige beziehungsweise stiefelhosenartige Schnitt ist eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale dieser Ausführung.

An den unteren Beinenden befanden sich Verstellriemen und Befestigungsmöglichkeiten, mit denen die Hose eng am Unterschenkel gehalten werden konnte.

Bei zahlreichen historischen Exemplaren sind zusätzlich Stege beziehungsweise Riemen unter dem Fuß dokumentiert. Sie verhinderten, dass die Hosenbeine während des Marschierens oder anderer Bewegungen nach oben rutschten.

Ein weiteres charakteristisches Detail war der eingearbeitete Stoffgürtel. Dieser gehörte unmittelbar zur Hose und wurde über eine eigene Metallschnalle geschlossen.

Der Soldat konnte dadurch die Bundweite direkt regulieren, ohne zwingend einen gewöhnlichen Hosengürtel verwenden zu müssen. Besonders unter heißen klimatischen Bedingungen stellte dies eine praktische Lösung dar.

Die Taschenanordnung war vergleichsweise schlicht und funktionell gehalten. Seitliche Taschen sowie eine Gesäßtasche ermöglichten die Unterbringung kleiner persönlicher Gegenstände, ohne das darüber getragene Koppel und die Feldausrüstung unnötig zu behindern.

Bei bestimmten Originalstücken findet sich außerdem eine Verstärkung im Gesäßbereich. Diese erhöhte die Haltbarkeit an einer Stelle, die beim Sitzen auf Fahrzeugen, bei längeren Märschen und während des Feldeinsatzes besonders stark beansprucht wurde.

Im Inneren wurden häufig helle Baumwoll- oder Leinenfutterstoffe verwendet. Hier konnten sich auch Größenangaben, Herstellerstempel und Kennzeichnungen der militärischen Bekleidungsämter befinden.

Der äußere Farbton bewegte sich typischerweise im Bereich von Olivgrün bis Khaki. Wie bei anderen Tropenuniformstücken konnte die ursprüngliche Farbe jedoch durch den tatsächlichen Einsatz erheblich verändert werden.

Intensive Sonneneinstrahlung, Staub, Schweiß und häufiges Waschen ließen die Stoffe teilweise stark ausbleichen. Ursprünglich kräftig olivfarbene Kleidungsstücke konnten dadurch wesentlich heller und schließlich beinahe sandfarben erscheinen.

Erhaltene Originalstücke weisen deshalb eine erstaunliche Bandbreite verschiedener Farbtöne auf. Diese Abweichungen gehören geradezu zum charakteristischen Erscheinungsbild tatsächlich getragener Tropenuniformen.

Die Tropen-Stiefelhose zeigt zugleich, wie stark sich die deutsche Feldbekleidung während des Krieges an den tatsächlichen Erfahrungen der Truppe orientierte. Unterschiedliche Schnitte wurden ausprobiert, verändert und parallel weiterverwendet.

Ältere Tropenhosen verschwanden deshalb nicht unmittelbar, sobald eine neue Variante ausgegeben wurde. Verschiedene Ausführungen konnten innerhalb derselben Einheit gleichzeitig getragen werden.

Historische Besonderheit: Die Kennzeichnung „M42“ auf einem Originalstück muss nicht automatisch bedeuten, dass die Hose offiziell „Modell 1942“ hieß. Ein Stempel wie M42 konnte für das Bekleidungsamt München und das Jahr 1942 stehen. Vergleichbare Depotstempel bestanden aus einem Buchstaben für den Standort und den letzten beiden Ziffern des Jahres. Die heute üblichen Modellbezeichnungen sind daher teilweise moderne Sammlerbegriffe. Zur zuverlässigen Bestimmung eines Originals müssen vor allem Schnitt, Konstruktion, Beinabschlüsse, Taschen und sämtliche Stempel gemeinsam betrachtet werden.

Technische Daten

MaterialObermaterial: 70 % Wolle, 30 % Viskose Futter: 100 % Baumwolle

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