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Schwarzer SS-Dienstrock M32 aus Gabardine, von War Militaria mit erheblichem Entwicklungs- und Fertigungsaufwand hergestellt. Charakteristischer Schnitt des 1932 eingeführten schwarzen Dienstrocks mit vier Taschen, silberfarbenen Knöpfen und breiten Ärmelaufschlägen. Koppel und Koppelschloss nicht enthalten.

Der SS-Dienstrock M32 aus schwarzer Gabardine gehört zu den technisch anspruchsvollsten Bekleidungsprojekten, die von War Militaria entwickelt wurden.
Bei diesem Kleidungsstück stand nicht lediglich die äußere Erscheinung der bekannten schwarzen Uniform im Mittelpunkt. Entscheidend waren vor allem Schnitt, Proportionen, Stofffall und konstruktiver Aufbau. Die Kombination aus stark taillierter Form, vier Taschen, großen Ärmelaufschlägen, Innenfutter und der charakteristischen Rückenkonstruktion stellt deutlich höhere Anforderungen als eine gewöhnliche Uniformjacke.
Die schwarze Dienstuniform der SS wurde 1932 eingeführt und ersetzte schrittweise die ältere Uniformierung mit Braunhemd. In zeitgenössischen Bekleidungsvorschriften wurde die Jacke als SS-Dienstrock bezeichnet. Die heute allgemein gebräuchliche Bezeichnung „M32“ beziehungsweise „Modell 1932“ ist dagegen eine spätere sammlerische Klassifizierung.
Der Dienstrock war einreihig und offen geschnitten und wurde vorn mit vier silberfarbenen Knöpfen geschlossen. Seine ausgeprägte Taillierung verlieh ihm eine deutlich stärker zivilschneiderisch geprägte Silhouette als den späteren feldgrauen Militäruniformen.
Auf der Brust befinden sich zwei aufgesetzte Taschen mit Mittelfalte und geknöpften Klappen. Zwei weitere Taschen sind im unteren Bereich der Jacke angeordnet. Diese vierteilige Taschenanordnung gehört zu den wichtigsten Erkennungsmerkmalen des schwarzen Dienstrocks.
Besonders charakteristisch sind die breiten Ärmelaufschläge, die heute häufig als French cuffs bezeichnet werden. Zusammen mit dem offenen Kragen und der stark ausgeprägten Taille bestimmen sie wesentlich das Erscheinungsbild des Modells.
Die Rückseite folgt dem klassischen Aufbau eines Uniformrocks. Formnähte modellieren den Oberkörper und die Taille, während ein mittiger Rückenschlitz den unteren Teil abschließt. Über diesem Schlitz befinden sich zwei Metallknöpfe.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind die silberfarbenen, gekörnten Uniformknöpfe. Ihr heller Metallton bildet einen deutlichen Kontrast zur schwarzen Gabardine und entspricht dem charakteristischen Erscheinungsbild der historischen Uniform.
Historisch existierten deutliche Materialunterschiede. Mannschaften und Unterführer trugen häufig Dienstrock-Ausführungen aus schwarzem Uniformtuch. Für SS-Führer wurden dagegen hochwertige Varianten aus Gabardine und feinen Kammgarnstoffen angefertigt, die häufig privat oder über die SS-Kleiderkasse beschafft wurden.
Die Gabardine verleiht dem Dienstrock eine wesentlich feinere Oberfläche und einen präziseren Fall als schweres Wolltuch. Gerade die stark modellierten Partien an Taille, Brust und Rücken kommen dadurch wesentlich deutlicher zur Geltung.
Der Grundschnitt wurde durch Kragenspiegel, Schulterstücke, Ärmelstreifen, Armbinde und weitere Abzeichen an Dienstgrad und Einheit angepasst. Deshalb existieren historische schwarze Dienströcke in einer Vielzahl unterschiedlicher Konfigurationen.
Die gleiche Grundfamilie wurde in verschiedenen Phasen von Angehörigen der Allgemeinen SS, SS-Verfügungstruppe, Leibstandarte und SS-Totenkopfverbände getragen. Erst die jeweils angebrachten Effekten ermöglichten eine genaue Zuordnung.
Mit der Einführung feldgrauer Uniformen ab 1935 verlor der schwarze Dienstrock bei den militarisierten SS-Verbänden zunehmend seine ursprüngliche Funktion. Während feldgraue Uniformen für den militärischen Dienst immer wichtiger wurden, blieb der schwarze Dienstrock insbesondere in der Allgemeinen SS und bei bestimmten offiziellen Anlässen in Gebrauch.
Für War Militaria erforderte dieses Modell einen außergewöhnlich hohen Entwicklungsaufwand. Beim M32 entsteht das historische Erscheinungsbild aus dem Zusammenspiel zahlreicher kleiner Proportionen: Schulterbreite, Taillierung, Reverswinkel, Taschenposition, Klappenform, Länge der Ärmelaufschläge und Rückenkonstruktion müssen miteinander harmonieren.
Besondere Aufmerksamkeit galt deshalb der schwarzen Gabardine, den aufgesetzten Brusttaschen, den Taschenklappen, der Linienführung der Revers, den breiten Ärmelaufschlägen, der Knopfanordnung sowie der vollständig ausgeführten Innenfütterung.
Ein beträchtlicher Teil der konstruktiven Arbeit bleibt von außen unsichtbar. Gerade diese innere Verarbeitung entscheidet jedoch darüber, ob die Jacke ihre definierte Form behält und beim Tragen die für den historischen Dienstrock typische Silhouette entwickelt.
Eine wenig bekannte Besonderheit betrifft die Bezeichnung selbst: „M32“ war keine offizielle Modellbezeichnung der SS. In zeitgenössischen Unterlagen erscheint das Kleidungsstück als SS-Dienstrock. Die Bezeichnung M32 etablierte sich erst später in Fachliteratur und Sammlerkreisen als praktische Referenz auf das Einführungsjahr 1932.
| Material | Oberstoff: 100 % Gabardine Futter: 100 % Synthetik |