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Seitengewehrtasche aus Stoff für das Seitengewehr 84/98 des K98k, mit Verstärkungen und Koppelschlaufe. Sie diente zum Befestigen des Bajonetts am Koppel, hielt die Metallscheide sicher und ermöglichte das stabile Tragen des Seitengewehrs bei Marsch, Dienst und Feldausrüstung.

Seitengewehrtasche aus Stoff für das Seitengewehr 84/98 – Zubehör für den Karabiner 98k
Die Seitengewehrtasche aus Stoff war ein Ausrüstungsteil zum Tragen des Seitengewehrs 84/98, der typischen Bajonettausführung für den Karabiner 98k. Im Englischen wird ein solches Teil oft als bayonet frog bezeichnet; im deutschen Sprachgebrauch sind Bezeichnungen wie Seitengewehrtasche oder Koppelschuh zutreffender, da es sich um die Aufhängung für die Bajonettscheide am Koppel handelt.
Das Seitengewehr 84/98 wurde in der Metallscheide getragen, die über die Seitengewehrtasche am Koppel befestigt wurde. Dadurch lag das Bajonett seitlich am Körper und blieb sowohl gesichert als auch erreichbar. Die Seitengewehrtasche war damit ein kleines, aber notwendiges Verbindungselement zwischen Waffe, Scheide und Trageausrüstung.
Die Ausführung aus kräftigem Stoff stellte eine Alternative zu den verbreiteten Lederausführungen dar. Stoff verringerte Gewicht und Lederverbrauch, blieb aber bei richtiger Verarbeitung ausreichend belastbar. Verstärkte Nähte, stabile Schlaufen und sauber gearbeitete Öffnungen waren wichtig, da das Teil das Gewicht von Metallscheide und Seitengewehr dauerhaft tragen musste.
Konstruktiv erfüllte die Seitengewehrtasche eine einfache, aber wichtige Aufgabe. Die obere Schlaufe wurde am Koppel geführt, während der untere Bereich den Trageknopf oder Haken der Scheide aufnahm. So wurde verhindert, dass die Scheide herausrutschte oder beim Gehen zu stark pendelte. Besonders die Öffnung für den Scheidenknopf war ein stark beanspruchter Punkt und konnte durch zusätzliche Lagen oder feste Nähte verstärkt sein.
Der Karabiner 98k war das wichtigste deutsche Ordonnanzgewehr des Zweiten Weltkriegs, und das Seitengewehr 84/98 gehörte zum üblichen Zubehör des Soldaten. Auch wenn Bajonettangriffe im Kriegsverlauf seltener wurden, blieb das Seitengewehr ein Bestandteil der persönlichen Ausrüstung und wurde weiterhin am Koppel mitgeführt.
Historische Varianten der Seitengewehrtasche konnten sich in Material, Stofffarbe, Nahtbild, Verstärkungen, Form der Öffnung und Herstellungsdetails unterscheiden. Stoffausführungen zeigen besonders deutlich die Verwendung textiler Materialien in der deutschen Ausrüstung, vor allem dort, wo Leder eingespart oder durch andere widerstandsfähige Materialien ersetzt werden konnte.
Besonderheit: der englische Begriff “frog” bezeichnet nicht das Bajonett selbst, sondern den Träger für die Scheide. Im Deutschen beschreibt Seitengewehrtasche oder Koppelschuh die Funktion genauer: ein Aufhängungsteil, das die Metallscheide des Seitengewehrs am Koppel hält.