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DAK Koppeltragegestell aus Webbing

FG64

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DAK Koppeltragegestell aus Webbing, gefertigt aus kräftigem sand- oder khakifarbenem Baumwollgurtband mit Lederverstärkungen und Endstücken. Verwendet mit dem Tropenkoppel der deutschen Ausrüstung, verteilte es das Gewicht von Patronentaschen, Feldflasche, Spaten, Brotbeutel und weiterer Feldausrüstung.

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DAK Koppeltragegestell aus Webbing – tropische Y-Riemen für deutsche Feldausrüstung

Das DAK Koppeltragegestell aus Webbing gehörte zur tropischen deutschen Feldausrüstung und wird mit dem Deutschen Afrikakorps sowie den in warmen und mediterranen Einsatzräumen eingesetzten Truppen verbunden. Seine Aufgabe bestand darin, das Gewicht der am Koppel getragenen Ausrüstung auf Schultern und Oberkörper zu verteilen und dadurch den Sitz des gesamten Tragesystems zu stabilisieren.

Die Bezeichnung Y-Riemen ergibt sich aus der Form des Tragesystems: zwei vordere Riemen liefen über die Schultern nach unten zum Koppel, während ein einzelner hinterer Riemen zur Rückseite des Koppels führte. Diese Konstruktion entlastete die Hüfte und hielt Ausrüstungsstücke wie Patronentaschen, Feldflasche, Kochgeschirr, Spatentasche, Seitengewehr, Gasmaske oder Brotbeutel stabiler am Körper.

Gefertigt war das Tragegestell aus kräftigem Baumwollgurtband in sandfarbenen, khakifarbenen oder hell olivgrünen Tönen. Im Vergleich zu vollständig aus Leder gefertigten Ausführungen war Webbing leichter, flexibler und für heißes Klima besser geeignet. Lederteile befanden sich vor allem an stark beanspruchten Punkten wie Haken, Schnallen, Endstücken und Befestigungen am Koppel.

Die tropische deutsche Ausrüstung zeigte häufig unterschiedliche Farbtöne, abhängig von Stofflieferungen, Herstellern, Färbungen, Sonneneinwirkung und Abnutzung. Das DAK-Webbing-Tragegestell folgt dieser Materiallogik: textile Trageelemente für geringeres Gewicht und bessere Klimatauglichkeit, Leder nur dort, wo Zugfestigkeit und Verstärkung erforderlich waren.

Das Deutsche Afrikakorps, ab 1941 in Nordafrika eingesetzt, operierte unter Bedingungen, die sich deutlich von europäischen Kriegsschauplätzen unterschieden. Hitze, Sand, Staub, lange Märsche, Fahrzeugbewegungen und Materialverschleiß machten leichtere und weniger starre Ausrüstung besonders zweckmäßig. Webbing-Riemen waren in solchen Umgebungen praktischer als viele traditionelle Lederteile, ohne die grundlegende Tragfähigkeit des Systems aufzugeben.

Technisch stabilisierte das Koppeltragegestell den Ausrüstungsgurt, indem es das Gewicht von der Hüfte auf Schultern und Rücken verteilte. Die vorderen Haken verbanden sich mit Koppel oder Patronentaschen, während der hintere Riemen den Zug ausglich. Dadurch verringerte sich das Schwingen der Ausrüstung bei Bewegung, und der Soldat konnte längere Strecken mit gleichmäßigerem Lastentransport zurücklegen.

Besonderheit: DAK-Webbing kann bei erhaltenen Stücken sehr unterschiedliche Farbtöne zeigen. Sonne, Sand, Schweiß und dauernder Gebrauch ließen das Gurtband schnell ausbleichen, sodass originale Stücke von hellem Sandton über Khaki bis zu blassgrünem oder graubeigem Farbton variieren können.

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