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M-07/10 Schulterklappen für Generale des Deutschen Heeres, als abnehmbares Einschubmodell für Dienst- und Ausgehuniformen. Gefertigt mit zwei goldfarbenen Schnüren, verflochten mit preußischer Farbkordel, auf roter Tuchunterlage; getragen vom Generalmajor bis zum Generalfeldmarschall im Ersten Weltkrieg.

M-07/10 Schulterklappen für Generale des Deutschen Heeres, ein charakteristisches Rangabzeichen der kaiserzeitlichen deutschen Uniformierung während des Ersten Weltkriegs. Die Bezeichnung Schulterklappen verweist auf die auf der Schulter getragenen Rang- und Truppenteilelemente, während M-07/10 mit den Uniformentwicklungen von 1907 und 1910 verbunden ist, die besonders bei Feld- und Dienstuniformen eine praktischere Ausführung der Ausrüstung vorsahen.
Dieses Modell entspricht der Einschubausführung, also einer abnehmbaren Form, die nicht dauerhaft auf die Uniform genäht wurde. Fachquellen beschreiben M07/10-Schulterklappen als Ausführung mit rückseitiger Lasche, wodurch sie an der Uniform befestigt und bei Bedarf wieder entfernt werden konnten.
Die Fertigung folgt dem typischen Aufbau für Generale des kaiserlichen Heeres: zwei goldfarbene Schnüre, verflochten mit einer preußischen Farbkordel, auf einer roten Tuchunterlage. Die rote Unterlage bildete einen deutlichen Kontrast zum goldenen Geflecht und machte den hohen Rang des Trägers sofort erkennbar. Diese Art von Schulterklappen wurde von Generaloffizieren vom Generalmajor bis zum Generalfeldmarschall getragen und konnte sowohl an Dienst- als auch an Ausgehuniformen erscheinen.
Im Uniformsystem des Deutschen Kaiserreichs waren Schulterklappen weit mehr als reine Zierelemente. Sie dienten der Rangkennzeichnung, der militärischen Einordnung und der schnellen optischen Identifikation. Bei Generaloffizieren war das goldene Geflecht ein besonders auffälliges Kennzeichen, während die genaue Rangstufe durch zusätzliche Rangsterne bestimmt wurde. Dadurch konnte dieselbe Grundform der Schulterklappe für mehrere Generalsränge verwendet werden.
Die M-07/10-Ausführung steht zugleich für den Übergang von stärker repräsentativen Uniformelementen zu praktischeren Lösungen des frühen 20. Jahrhunderts. Während ältere oder besonders feierliche Schulterstücke oft stärker auf Parade- und Repräsentationswirkung ausgerichtet waren, bot die Einschubform eine flexible Nutzung an verschiedenen Uniformstücken.
Eine technische Besonderheit dieser Schulterklappen liegt in der abnehmbaren Konstruktion: Die rückseitige Lasche erlaubte es, das Rangabzeichen an Dienst- oder Feldblusen zu befestigen, ohne es dauerhaft zu vernähen. Bei erhaltenen Originalstücken ist deshalb häufig zu beobachten, dass die sichtbare Oberseite stärker beansprucht ist als die verdeckte Einschublasche, die durch ihre Position unter dem Schultersteg besser geschützt blieb.
| Länge | 10.5 cm |
| Breite | 4.5 cm |