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Schirmmützenadler für Kriegsmarine und Heer-Generäle – „M 38“, goldfarben. Die rückseitige Markierung mit „M“ links und „38“ rechts verweist auf J. C. Maedicke, Berlin, 1938. Die goldfarbene Ausführung war typisch für Kriegsmarine-Schirmmützen und für die Effekten der Generäle des Heeres.

Schirmmützenadler für Kriegsmarine und Heer-Generäle – Herstellerkennzeichnung „M 38“, goldfarbene Ausführung
Dieser Schirmmützenadler ist besonders durch seine rückseitige Kennzeichnung interessant: links befindet sich der Buchstabe „M“, rechts die Zahl „38“. Im Sammlerbereich wird diese Markierung J. C. Maedicke, Berlin, 1938zugeschrieben. Eine entsprechende Zuordnung ist auch bei Heer-Schirmmützenadlern aus Aluminium mit der Markierung M 38 dokumentiert, die als Fertigung Maedicke Berlin 1938 beschrieben werden.
Die besondere Bedeutung dieser Variante liegt in der goldfarbenen Ausführung. Sie verbindet das Stück mit zwei klar bestimmbaren Verwendungsbereichen: den Schirmmützen der Kriegsmarine und den Kopfbedeckungen der Generäle des Heeres. Bei der Kriegsmarine gehörten goldfarbene Effekten zum charakteristischen Erscheinungsbild der Marineuniform und wirkten besonders markant auf dunklen oder weißen Mützenkörpern. Bei den Heeresgenerälen war Gold Teil des gehobenen Rangabzeichensystems, zusammen mit goldfarbenen Kordeln, Paspelierungen und weiteren Rangdetails. Eine vergleichbare War-Militaria-Beschreibung weist ebenfalls auf die Verwendung bei Kriegsmarine-Schirmmützen und Heeresgenerälen hin.
Die Zahl 38 steht für das Jahr 1938, also für eine Fertigungsphase unmittelbar vor Kriegsbeginn. Gerade diese frühe Produktionszeit ist für Sammler von besonderem Interesse, da viele Metallabzeichen dieser Jahre noch eine saubere Prägung, scharfe Details und hochwertige Oberflächenbehandlung zeigen. Maedicke-Schirmmützenadler von 1938 werden in Sammlerquellen als frühe Vorkriegsstücke aus Aluminium mit rückseitiger Hersteller- und Jahresmarkierung beschrieben.
Der Adler wurde an der Vorderseite der Schirmmütze angebracht, oberhalb von Kokarde und Eichenlaubkranz. In goldfarbener Ausführung hatte er eine andere Wirkung als die silbernen Heer-Adler: Bei der Kriegsmarine unterstrich er die marineübliche Farbgebung der Effekten, während er bei den Generälen des Heeres die besondere Rangstellung innerhalb der Armee sichtbar machte. Die goldene Farbe war daher nicht nur eine optische Variante, sondern ein funktionaler Bestandteil der Uniformordnung.
Für die genaue Bestimmung ist die Rückseite entscheidend. Unmarkierte goldfarbene Adler lassen sich meist nur nach Form, Material, Befestigung und Oberflächenfinish einordnen. Eine klare Markierung wie „M 38“ erlaubt dagegen eine wesentlich präzisere Zuschreibung zu Hersteller, Jahr und Produktionsphase. Dadurch besitzt diese Variante ein höheres dokumentarisches Interesse als ein anonymes Stück gleicher Form.
Der Hersteller J. C. Maedicke, Berlin ist auch durch andere militärische Metallteile bekannt. Sammlerquellen dokumentieren den Firmennamen beispielsweise auf späteren Heer-Koppelschlössern, was die Tätigkeit des Unternehmens im Bereich militärischer Metallwaren und Uniformzubehör bestätigt.
Kuriosität: Die Markierung „M 38“ war nach dem Anbringen auf der Schirmmütze nicht sichtbar. Heute ist gerade dieses verdeckte Detail einer der wichtigsten Hinweise, um das Stück als Fertigung von Maedicke, Berlin, 1938einzuordnen.
| Länge | 66.70 mm |
| Breite | 28.60 mm |
| Dicke | 1 mm |
| Gewicht | 7,9 gr |
| Material | Zamak, Messing |