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Mützen- bzw. Uniformabzeichen des Bataillons „Volontari di Sardegna – Giovanni Maria Angioy“. Das Abzeichen zeigt einen Totenkopf über einem Liktorenbündel und zwei gekreuzten sardischen Messern („Pattadesi“). Es kennzeichnete die Angehörigen eines 1943 aus sardischen Freiwilligen gebildeten Bataillons der Italienischen Sozialrepublik.

Uniformabzeichen des Bataillons „Volontari di Sardegna – Giovanni Maria Angioy“
Dieses Abzeichen reproduziert das Uniformabzeichen des Bataillons „Volontari di Sardegna – Giovanni Maria Angioy“, einer militärischen Einheit, die im Herbst 1943 nach dem Waffenstillstand Italiens aus sardischen Freiwilligen gebildet wurde und den Streitkräften der Italienischen Sozialrepublik (RSI) angehörte.
Der Verband entstand aus sardischen Soldaten, die nach dem Zusammenbruch der italienischen Armee im September 1943 ohne feste Einheit geblieben waren. Etwa tausend Männer entschieden sich für den Dienst in den neu gebildeten Streitkräften der RSI und bildeten das Personal dieses Bataillons, das nach dem sardischen Politiker und Revolutionär Giovanni Maria Angioy benannt wurde.
Die Einheit wurde mit Standardwaffen des italienischen Heeres ausgerüstet, darunter Carcano-Gewehre Mod. 91, Beretta-Maschinenpistolen und Breda-Maschinengewehre, und später in die Operationszone des Adriatischen Küstenlandes verlegt, wo sie in der Region von Istrien und Venezia Giulia eingesetzt wurde.
Ein markantes Merkmal der Uniform war das Bataillonsabzeichen. Das Emblem bestand aus einem Liktorenbündel über zwei gekreuzten sardischen Klappmessern („Pattadesi“), die von einem Totenkopf überragt wurden. Diese Darstellung verband politische Symbolik mit Elementen der traditionellen sardischen Waffen.
Die Existenz des Bataillons war relativ kurz. Bereits im Februar 1944 wurde die Einheit aufgelöst, wobei ihre Angehörigen auf andere Verbände verteilt oder vorübergehend interniert wurden; einzelne Gruppen nahmen auch an Geheim- und Informationsmissionen in Sardinien teil.
Das Abzeichen mit Totenkopf und gekreuzten Pattadesi-Messern zählt heute zu den charakteristischen Uniformsymbolen regionaler Freiwilligenverbände der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs in Italien.
| Breite | 36.20 mm |
| Länge | 50.70 mm |
| Dicke | 1.34 mm |
| Gewicht | 12gr |
| Material | Zamak |