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Soldbuch der Wehrmacht aus dem Zweiten Weltkrieg, das zugleich als militärischer Personalausweis diente. Es enthielt Personal- und Dienstdaten, Dienstgrad, Truppenteile, Wehrsoldgruppe, ausgegebene Bekleidung und Waffen sowie Einträge zu Impfungen, Lazarettaufenthalten, Urlaub und Auszeichnungen.

Das Soldbuch der Wehrmacht war das persönliche Dokument, das deutschen Militärangehörigen während des aktiven Dienstes ausgehändigt wurde. Die auf zahlreichen Ausführungen verwendete Bezeichnung „Soldbuch zugleich Personalausweis“ verdeutlichte seine doppelte Funktion als Nachweis für den Empfang des Wehrsoldes und als militärischer Identitätsausweis.
Entgegen der wörtlichen Bedeutung war das Soldbuch kein vollständiges Kassenbuch, in dem jede ausgezahlte Summe verzeichnet wurde. Es bestätigte in erster Linie die Berechtigung des Inhabers, Wehrsold bei militärischen Zahlstellen zu empfangen, auch wenn er sich vorübergehend nicht bei seiner eigenen Einheit befand. Das Dokument wurde vom Soldaten mitgeführt und musste den zuständigen Dienststellen auf Verlangen vorgelegt werden.
Das historische Soldbuch war als handliches Taschenheft gestaltet und umfasste in den verbreiteten Ausführungen 24 vorgedruckte Seiten mit einem Umschlag aus Karton. Die Angaben wurden handschriftlich oder maschinell eingetragen und durch Unterschriften, Dienststempel und Truppenstempel bestätigt. Während bestimmter Phasen des Krieges wurde zusätzlich ein Lichtbild des Inhabers im Umschlag befestigt und durch einen Stempel der ausstellenden Einheit beglaubigt.
Auf den ersten Seiten befanden sich die Personalangaben, der Dienstgrad, die Nummer der Erkennungsmarke, die Blutgruppe und die Bezeichnung der für die Ausstellung verantwortlichen Einheit. Weitere Abschnitte dokumentierten die nacheinander zuständigen Truppenteile, Beförderungen und die Wehrsoldgruppe, nach der die militärischen Geldbezüge festgelegt wurden.
Besondere Seiten dienten zur Erfassung der ausgegebenen Bekleidung und Ausrüstung. Vermerkt werden konnten Uniformstücke, Schuhwerk, Feldausrüstung, persönliche Waffen, Gasmaske und weitere dem Soldaten überlassene Gegenstände. Die Einträge ermöglichten es den wechselnden Einheiten und Verwaltungsstellen, bereits empfangene sowie zu ersetzende oder zu ergänzende Ausrüstung nachzuvollziehen.
Das Soldbuch enthielt außerdem medizinische Angaben zu Impfungen, ärztlichen Untersuchungen, Zahnbehandlungen und Aufenthalten in militärischen Lazaretten. Weitere Seiten waren für Urlaub, besondere Zulagen, Auszeichnungen und sonstige dienstliche Vermerke vorgesehen. Der tatsächliche Inhalt konnte je nach Wehrmachtteil, Ausgabe des Vordrucks und persönlichem Dienstverlauf unterschiedlich ausfallen.
Nicht mehr gültige Angaben wurden häufig durchgestrichen, blieben jedoch weiterhin lesbar und wurden durch neue Einträge, Stempel oder Unterschriften ergänzt. Dadurch lassen sich Versetzungen, Truppenteilwechsel, Beförderungen, Lazarettaufenthalte und andere Stationen des militärischen Werdegangs chronologisch nachvollziehen.
Das Soldbuch unterschied sich vom Wehrpass, der ausführlichere Angaben zur Wehrpflicht, Ausbildung und gesamten militärischen Laufbahn enthielt. Während des aktiven Dienstes wurde der Wehrpass normalerweise nicht täglich vom Soldaten mitgeführt. Das Soldbuch blieb dagegen in seinem Besitz und erfüllte unmittelbar die Aufgaben eines Identitäts- und Verwaltungsdokuments.
Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine verwendeten jeweils eigene Ausführungen. Diese konnten sich hinsichtlich Umschlagbeschriftung, Farbe, Seitenaufteilung und interner Terminologie unterscheiden, besaßen jedoch dieselbe grundlegende Funktion. Truppenstempel, Abkürzungen und handschriftliche Änderungen bilden daher die wichtigsten Anhaltspunkte zur Auswertung des im Soldbuch dokumentierten Dienstverlaufs.
| Länge | 14.5 cm |
| Breite | 10.5 cm |